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Gartenbahn IIm
Feldbahn 0f
Gleispläne

Gartenbahn IIm Dresden
Freiluftanlage
Update 28.04.2008
Anlagenbild

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Gleisplan als WinRail-Datei
Gartenbahn-01-DD
Beschreibung
Aufgrund von Beschreibungen in der Zeitschrift "Modelleisenbahner" entstand der Wunsch nach einer eigenen Gartenbahn. In einem Grundstück eines Schulfreundes wurde ca. 1983 mit dem Bau begonnen. Auch wenn der obige Gleisplan auf LGB-Gleisen basiert, so waren in der DDR Gleise und Fahrzeuge für große Spurweiten nicht verfügbar. Es musste also eine andere Lösung gefunden werden. Man war auf den Selbstbau aller Komponenten angewiesen, wobei das Taschengeld eines Schülers auch keine umfangreichen Zukäufe möglich macht.
Zuerst wurde mit dem Gleisbau begonnen. Als Material kamen Gardinenstangen (Doppel-T-Profil) zum Einsatz. Das gewünschte Aluminium-Material war leider nicht mehr verfügbar. Es wurde folglich auf entsprechende Profile aus gefalteten, feuerverzinkten Stahlblech zurückgeriffen. Diese wurden direkt auf Holzschwellen genagelt. Jedes Gleis war 2m lang. Aufgrund der finanziellen Situation entstand im Sommer des ersten Jahres eine Strecke von 18m Länge (je Monat 6m). Leider war die Feuerverzinkung nicht gerade von bester Qualität, so das die Gleise Rost ansetzten. Ende des Jahres wurden dann alle Gleise mit einem Rostschutz-Anstrich versehen (gleichzeitig konnten wir uns damit von einer Stromversorgung über die Gleise verabschieden).
Die Strecke begann rechts unten auf einem Gartenweg, wechselte dann quer über den Weg auf die daneben liegende Wiese und führte parallel zum Weg entlang.
Ein Jahr später wurde der Aufbau fortgesetzt. Aufgrund des Rostproblems und dem Verabschieden von einer Stromversorgung über die Schienen wurden diesmal Gardinenstangen aus Kunststoff eingesetzt. Diesmal war jedes Gleisstück 4m lang und wurde direkt im Gelände an die gewüschte Form angepaßt.
So entstand die zweite Aufbaustufe, die Schleife um ein Blumenbeet im linken Teil der Anlage. Die Strecke wurde bis auf den Weg zurückgeführt und endete vorerst dort.
Ein weiteres Jahr später wurden aus Kunststoff-Profilen (Fensterhalterungen für Campingwagen) eine große Anzahl gerader Gleise von ca. 1m Länge gefertigt, die es ermöglichten, die Strecke wieder zurückzuführen. Durch ein "Gardinenstangengleis" wurde eine Kurve über den Weg bis zur Kreuzung gebaut. Die Kreuzung war ein Selbstbau aus Kunststoff-Gardinenstangen und war nur 15x15cm groß.
Ein Jahr später wurde die Anlage zum letzten Mal aufgebaut und dann der Betrieb aus Zeitgründen für immer eingestellt (ca. 1986). Die geplante Schleife im rechten Streckenabschnitt mit dem Bahnhof wurde nie realisiert (leider). Allerdings war eine der Bahnhofsweichen schon probeweise gefertigt worden. Es handelte sich um eine Schleppweiche von ca. 75cm Länge. Sie entstand wieder aus den Kunststoff-Gardinenstangen.

Schmalspurfahrzeuge
Die ersten Fahrzeuge entstanden auf Fahrwerken eines Metallbaukastens. Es waren zwei Kipploren aus Sperrholz und Pappe. Als Lokomotiven standen zwei Dieselloks zur Verfügung. Sie hatten beide das gleiche Gehäuse. Eine war mit einem Metallbaukasten-Fahrwerk ausgerüstet und hatte Riemenantrieb. Die andere hatte ein Fahrwerk basierend auf einem Lego-Antriebsmodul. Beide Lokomotiven wurden mit Hilfe von 4,5V-Batterien mit Strom versorgt.
Da die Diesellok mit dem Metallbaukastenfahrwerk über zu geringe Zugkraft verfügte, wurde eine neue Lok geplant. Das Fahrwerk bestand jetzt aus Sperrholz. Ein Standardgetriebe eines DDR-Modellautos diente als Antrieb. Es war längs eingebaut und trieb über Kronenräder die beiden Lokachsen an. Die Räder der Lok waren Holzscheiben aus einem Besenstiel, der Spurkranz bestand aus Messingblech. Das Gehäuse entstand aus Sperrholz und war einer Strassenbahnlokomotive der Forster Stadteisenbahn nachempfunden. Die Stromversorgung erfolgte wieder über eine 4,5V-Batterie. Die Zugkraft dieser Lok war schon besser als bei der alten Diesellok. Es konnten jetzt sogar die zwei Kipploren problemlos über die ganze Streckenlänge gezogen werden.
Im letzten Betriebsjahr wurde eine neue Lok angefertigt. Das Gehäuse war einer Schmalspurdampflok der Bayrischen Staatsbahn nachempfunden (Pts 3/4 der Strecke Neuötting-Altötting). Das Fahrwerk war dreiachsig ausgeführt. Zwei Standard-Antriebsmodule von DDR-Modellautos mit Kabelfernsteuerung trieben über Riemenverbindungen die erste und die dritte Achse an. Die Räder waren von einem Freund in der Dreherei der Zemag Zeitz aus Kunststoff angefertigt worden. Diese Lok hatte zwar wieder Batterieantrieb, verfügte aber durch die zwei Motoren genügend über Leistung um mehrere Wagen über die Strecke bewegen zu können (die mit Rostschutz versehenen Gleise verursachten einen sehr hohen Rollwiderstand). Es enstanden noch ein offener (ähnlich LGB 43210) und ein gedeckter (ähnlich LGB 46354) Güterwagen sowie ein Personenwagen mit Oberlichtaufbau. Alle Wagen waren zweiachsig und hatten die "Zemag-Räder". Der Aufbau entstand aus einzelnen Holzleisten und war somit "vorbildgetreuer" als heutige LGB-Fahrzeuge :-). Vorbild der Güterwagen waren Wagen der Harzquerbahn. Der Personenwagen war die verkürzte Version eines vierachsigen amerikanischen Salonwagens (ähnlich LGB 35800).

Bilder aus den Betriebstagen der Anlage